Fischdosenmitarbeiter
Heute nachmittag zufällig dreimal zur jeweils vollen Stunde an einer großen, sehr großen Firma vorbeigekommen. 14, 15, 16 Uhr. Jeweils zu dieser Zeit kamen sie herausgeströmt, die wundervollen Mitarbeiter, wie Sardinen, die man gerade aus einer engen, übel riechenden Dose herausquetscht. Ein Vorbild an Pünktlichkeit, zumindest beim Verlassen des Steinbruchs. Wahrscheinlich hätte ich um 14.02 Uhr, 15.02 Uhr und 16.02 Uhr keinen Menschen mehr dort gesehen.
In Deutschland arbeitet man vermutlich so: Am Montag ist man entweder verkatert oder müde oder missgelaunt oder alles zusammen und quält sich so durch den Tag. Drei Tage lang wird dann mehr oder minder elanvoll die Pflicht verrichtet und am Freitag gilt die Maxime, die eine frühere Kollegin mal im tiefsten niederbayerisch so formulierte: Am Freitag reiß i mia koan Haxn nimma aus. Man wartet darauf, dass es Freitagnachmittag resp. Wochenende wird.
Wundert mich kein bisschen, dass man in Festanstellung zum Verblöden neigt. Zum roboterhaften, lustlosen, hirnbefreiten Absitzen von Arbeitszeit. Zielpunkt Freitagnachmittag, 14 Uhr.
Und wieder mal denke ich mir, dass es dorthin keinen Weg zurück mehr für mich gibt. Auch wenn mir das ständige Gefühl, immer nur Löcher zu stopfen und den immer größer werdenden Berg an Arbeit kaum mehr bewältigen zu können, manchmal ein bisschen auf den Wecker geht. Aber alles besser, als in der Sardinendose zu leben.
In Deutschland arbeitet man vermutlich so: Am Montag ist man entweder verkatert oder müde oder missgelaunt oder alles zusammen und quält sich so durch den Tag. Drei Tage lang wird dann mehr oder minder elanvoll die Pflicht verrichtet und am Freitag gilt die Maxime, die eine frühere Kollegin mal im tiefsten niederbayerisch so formulierte: Am Freitag reiß i mia koan Haxn nimma aus. Man wartet darauf, dass es Freitagnachmittag resp. Wochenende wird.
Wundert mich kein bisschen, dass man in Festanstellung zum Verblöden neigt. Zum roboterhaften, lustlosen, hirnbefreiten Absitzen von Arbeitszeit. Zielpunkt Freitagnachmittag, 14 Uhr.
Und wieder mal denke ich mir, dass es dorthin keinen Weg zurück mehr für mich gibt. Auch wenn mir das ständige Gefühl, immer nur Löcher zu stopfen und den immer größer werdenden Berg an Arbeit kaum mehr bewältigen zu können, manchmal ein bisschen auf den Wecker geht. Aber alles besser, als in der Sardinendose zu leben.
Herzogspitalstr. 14 - 5. Okt, 16:52
Kratzbürste - 5. Okt, 18:18
Hm, bei uns läuft das eher so: Am Montag sind tatsächlich noch alle etwas geschlaucht vom Wochenende. Am Dienstag reißt man sich dann schon etwas mehr am Riemen. Am Mittwoch wird man langsam nervös und hat noch etwas schneller in die Tasten. Am Donnerstag merkt man, wie einem die Zeit davon läuft und man wirkt leicht gestresst, und am Freitag sitzt man dann bis spät abends drin.
(Bei uns sind Abgabetermine grundsätzlich immer freitags.)
(Bei uns sind Abgabetermine grundsätzlich immer freitags.)
Herzogspitalstr. 14 - 5. Okt, 19:17
>>und am Freitag sitzt man dann bis spät abends drin.
Und du bist sicher, in einer anständigen deutschen Firma zu arbeiten?
Und du bist sicher, in einer anständigen deutschen Firma zu arbeiten?
Kratzbürste - 8. Okt, 18:21
Ziemlich sicher ...
Herzogspitalstr. 14 - 8. Okt, 20:32
Überzeugt. Die Tatsache, dass deine Beiträge fast punktgenau gegen 18.20 erfolgen, lässt ziemlich sicher darauf schließen :-)
Kratzbürste - 8. Okt, 20:54
*g* Ich hab' Urlaub.
dus, angestellt